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Opfer einer Straftat - Interessenvertretung im Rahmen der Nebenklage
Die Nebenklage gibt dem Verletzten die Chance, sich der Klage gegen den Angeklagten anzuschließen. Der Nebenkläger erhält ein umfassendes Teilnahmerecht an der Verhandlung, so zum Beispiel das Frage- und Beweisantragsrecht.
Wirkung einer Nebenklage
In erster Linie dient die Nebenklage der persönlichen Genugtuung des Verletzten. Zudem kommt dem Verfahren des Nebenklägers eine Kontroll- und Aufklärungsfunktion zu.
Die Strafprozessordnung ermöglicht bei bestimmten Nebenklagedelikten die Bestellung eines "Opferanwalts auf Staatskosten".
Ziele und Möglichkeiten
Das Nebenklageverfahren ist ein sensibles Verfahren. Als Opfer einer Straftat sucht man zum einen Genugtuung, zum anderen probiert man die Ereignisse zu verarbeiten. Das Opfer rückt mehr und mehr in den Vordergrund, die Justiz hat die besondere Stellung des Opfers erkannt. Als Opfer einer Straftat darf man nicht in die Vergessenheit geraten, erst recht nicht in einem Prozess.
Das Strafgesetzbuch (StGB) knüpft die Nebenklage an ganz bestimmte gesetzliche Voraussetzungen.
Im Rahmen der Vertretung eines Opfers einer Straftat empfehlen wir, bereits im Ermittlungsverfahren frühzeitig einen Rechtsanwalt für Strafrecht mit der Prüfung zu beauftragen, ob ein Antrag auf Nebenklage gestellt werden kann. Zudem kann ein Rechtsanwalt bereits im Ermittlungsverfahren als sogenannter Zeugenbeistand fungieren und erhält Akteneinsicht in die Verfahrensakten
Ist eine Person durch eine Straftat getötet worden, so geht das Recht der Nebenklage auf die Angehörigen über.
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